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06.03.2007, Heimliche Vaterschaftstests

..Margreth Tews

Tews ist Lebens- und Sozialberaterin sowie Mediatorin.

OÖN: Was halten Sie von heimlichen Vaterschaftstests?

TEWS: Aus Sicht der Kinder sehr viel. Jedes KindÊhat das Recht, seine Abstammung zu erfahren. Darüber darf nicht die Mutter entscheiden. Ist ein vermeintlicher Vater nicht der leibliche, dann ist ein wichtiger Punkt, wie und wann ich es dem Kind beibringe. Solche Beratungen mache ich häufig. Das Kind ist immer hauptleidtragend und sollte im Vordergrund stehen.

OÖN: In welchem Alter sollte es ein Kind erfahren?

TEWS: Jedenfalls vor der Pubertät.

OÖN: Werden Väter, die Zweifel an der Vaterschaft haben, benachteiligt?

TEWS: Ja. Geht ein Vater den rechtlichen Weg, also ohne heimlichen Test, dann müssen seine Zweifel stichhaltig sein. Viele vermeintliche Väter werden ausgenutzt. Die Wahrheit kommt oft spät heraus. Dann gibt es Probleme mitÊden psychischen Folgen für die Kinder, dem Schadenersatz für die Väter, und außerdem wissen einige Frauen dann den echten Vater nicht mehr. Ich appelliere an die Mütter,Êim Fall der Unsicherheit sofort einen Test machen zu lassen.